Mein erster Leserbrief

Freitag, 1. November 2013

Liebe BUNTE,

nur um von vornherein keine Missverständnisse aufkommen zu lassen – ich lese Dich wirklich gerne und stehe dazu, dass ich jeden Donnerstag 3,20 Euro für Dich auf den Tisch lege, wenn ich Dich nicht irgendwo umsonst beim Friseur oder Arzt oder wo auch immer in die Hände bekomme. Ich habe Dich sogar mit einem Lesezeichen in meinem Browser verewigt, weil ich es wunderbar finde, morgens bei einer Tasse Kaffee herauszufinden, wie Du die Welt siehst und was es alles Neues gibt bei den Schönen und Reichen. Aber jetzt hast Du den Bogen überspannt!!! Obwohl ich selber jeden Morgen sehr kritisch in den Spiegel schaue und gerne hier und da ein Gramm weniger hätte und obwohl ich als Journalistin sehr gut weiß, wie das Geschäft mit den kleinen Amuse-Gueule funktioniert, die man dem Leser vor dem Hauptgang hinwirft, ist mir bei folgendem Gruß aus der Redaktionsküche wirklich der Appetit vergangen…
Are you f…ing kidding me? Ich kenne die werte Herzogin zwar leider nicht persönlich, aber ich könnte mir vorstellen, dass auch Kate selbst maximal beleidigt wäre, sich in Sachen Glückseligkeit auf eine dermaßen hirnrissige Aussage reduzieren zu lassen. Das Glück einer Mutter kann abertausende von verschiedenen Gründen haben, aber dass die richtige Kleidergröße zur Taufe das Maß allen Mutterglücks darstellen soll, das kann selbst der abgeklärteste Journalist aller Zeiten nicht wirklich ernsthaft glauben. Ich bin nachhaltig irritiert und erwäge, Dich zukünftig mit Liebesentzug zu bestrafen – auch wenn das Deinem Glück sicherlich keinen Abbruch tut…
Hochachtungsvoll,

Frenzy Girl

P.S. Eines würde ich gerne noch klarstellen: Ich bin weder stark übergewichtig noch verbittert. Ich liebe Taschen und habe mindestens 50 Paar Schuhe zuviel. Ich gebe viel Geld aus für Cremes, die mich optisch verjüngen sollen und verzichte abends nach Möglichkeit auf Kohlenhydrate. Ich liebe Fashion-Blogs und die englische VOGUE und bin absolut empfänglich für Oberflächlichkeiten aller Art, aber was zuviel ist, ist zuviel!

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